Montag, 31. März 2008

Englischer Garten, Zwei Halbe und Zwei Kühlakkus

Sonntag, der 30. März. Nachdem mein Urlaub vorbei war, wurde auch das Wetter wieder schön. Und zwar auf den Tag. Am Donnerstag regnete es noch bei 5 Grad und schon am Freitag, meinem ersten Arbeitstag konnte man sich leger kleiden und die ersten Sonnenstrahlen genießen. Wie klar war das denn? Naja, es war ja gleich wieder Wochenende und nach einem sonnig-schönen Tag in der Stadt, am Starnberger See und auf der Terrasse sollte dies natürlich auch fortgesetzt werden. Wir (ein guter Freund und ich) gingen um 12.30 (richtige Zeit 13.30Uhr) in den schönen Englischen Garten entlang der Isar. Wir schafften es nicht so weit. Von der Uni bis zum Chinesischen Turm. Eine Halbe musste gehen. Eine zweite Halbe ging auch und nach langer Zeit in der prallen Sonne bereits in sommerlicher Kleidung und zwei Halben hatte ich einen sitzen. Aber nicht zu sehr. Noch war ich on top. Anschließend zwei riesen Kugeln Münchner Eis und direkt im Anschluss noch Mrs. Rumpsteak outdoor im leckeren Block House. Salat, Rumpsteak, Knoblauchbrot, Kartoffel mit Sour Cream und davor eingenommenes Eis und Bier sorgten deutlich für ein Völlegefühl. Ich konnte kaum mehr stehen. Doch ich war happy und voll und überhaupt, absolut on top. Das änderte sich dann daheim. Mich traf der Schlag als ich im Spiegel erkannte, dass mein Kopf einer Tomate gewichen war- leider war diese bislang nur einseitig reif und mein Schädel glühte. Help. Was tun. Pro halbe Stunde wurde es schlimmer. Zum Schluss lag ich fast schon bewusstlos im Bett, schaute das Perfekte Promi Dinner und hatte einen Kühlakku auf der Stirn. Es wurde nicht besser. Beim zweiten Kühlakku schlief ich ein und heute geht's mir leider immer noch nicht gut. Aber das ändert sich auch wieder oder habe ich ein neues Getränk, das ich schon wieder nie mehr trinken kann? Bald kann ich nichts mehr mir Alkohol trinken und das wäre doch zu schade. Wann lernt man endlich, wie man in Maßen anstatt in Massen lebt???

Sonntag, 16. März 2008

Ramazzottis Come Back

Und damit meine ich bestimmt nicht den Eros. Es war Donnerstag. Es war GntM Abend. Wie hatte ich mich darauf gefreut. Ich war sowieso ungewöhnlich gut gelaunt. Das war sonderlich. Vor allem weil ich wusste, dass ich meinen schönen Urlaub bei beschissenem, ober-sau-affenmäßig-behindert-beschissenem Wetter verprassen musste (völlig umsonst) und ich war so stressed und hatte bereits am Donnerstag die 5 Tages Woche und 60 Stunden Woche erreicht, aber dennoch- meine Laune war so supi. Manchmal ist es gar unglaublich, wie schnell sich alles immer ändert- ist das eigentlich nur bei Frauen so? Diese dauernden Hochs und Tiefs sind anstrengender als 12 Stunden arbeiten und den Abend bei einer Florian Silbereisen Show zu verbringen. Ich verstehe das auch nicht ganz. Ich verstehe es überhaupt nicht. Und warum macht man das immer und grundsätzlich von äußeren Umständen abhängig?
Jedenfalls war ich happy und das in jeder Hinsicht. Bis sich mein geliebter GntM Abend wandelte. Es war völlig umsonst gewesen früher vom Geschäft zu gehen, einzukaufen, Essen vorzubereiten und rumzuschnippeln und alles bereit zu halten für einen lustigen Abend. Zum Schluss saß ich auf der Couch mit Ramazzotti in der Hand und das Essen lag im Müll. Tja, so schnell kann's gehen. Ich war noch nicht wieder bereit für Aperol, aber der Ramazzotti Absturz war eine Weile her. Und wenn alles nichts gebracht hat und der Abend für'n Arsch war, ein Gutes hatte es dann doch. Ich kann wieder Ramazzotti trinken ohne Angst haben zu müssen, dass es mir schlimm schlecht danach geht.
Und das beweist doch auch wieder, dass selbst wenn alles noch so blöd läuft, man die Zeit übersteht und das schlecht sein und überhaupt und irgendwann geht es wieder! Wenn es mit dem Rama klappt, dann klappt es auch mit allem anderen.
Frauen sind kompliziert? Meinetwegen, aber wenigstens schaffen wir es sogar, Alkohol als positive Assoziationen für das Leben zu verwenden. ;-)
Aber jetzt habe ich erstmal Urlaub, Urlaub von München, von Unterföhring, von X und allem, was damit zusammenhängt.
Mein schönes Badenerland- du bist erholsamer als ich es je für möglich gehalten habe!

Freitag, 7. März 2008

A senseless holiday / life

Hrmpf! I knew it! Ich wusste es einfach. Das war ja wieder klar.
Neue Nachricht 15:47 Uhr. "Du musst Deinen Urlaub im März nehmen, sonst verfällt er, einfach so". Na, toll. Ich meine, es ist ja nicht so, dass ich nicht gerne Urlaub hätte, aber dann möchte ich diesen auch für ein schönes Reiseziel investieren. Geplant war Ende April AIDA (I wanna go AIDA...) und nun? März...wann soll ich den denn nehmen? Und für was? Ich bin begeistert bei der Vorstellung morgens mit RTL und Mein Baby zu beginnen, hinweg über ProSieben mit SAM, Deine Chance, ARD Verbotene Liebe, VOX Das perfekte Dinner und und und, aber das ist ja nun wirklich keine sinnvolle Nutzung der Freizeit. Zwischendrin würde ich dann noch meinen Zahnarzt und eventuell meinen Frauenarzt aufsuchen. Hauptsache es wurde mal überall reingeschaut und ich in die Röhre. Hrmpf. Pfff. Rrrrrr. Aaaahhhh! Ich will nach New York. Aber wo soll ich das Geld hernehmen und überhaupt, wer hat sonst noch Geld um mich zu begleiten? Oder ich will nach Barcelona. Aber niemand außer mir hat Urlaub! Ich krieg Anfälle. Überhaupt läuft doch echt alles aus dem Ruder. Am Sonntag war noch alles sooo toll und nun hat sich schon wieder alles verändert. Wieso kann denn nicht einmal alles gut sein und auch bleiben?
Und was ist los mit X? Warum verändert sich jemand so sehr? Wäre ich bei Uri Geller, dann würden so langsam und mit viel Asche (aus Marlboro Lights) nun 4 Buchstaben auf meinem Unterarm ersichtlich werden...N.E.R.V., nerv, nerv, NEEEEHHHHHEEEEERRRRVVVV!!!
Ich will, dass jetzt endlich alles gut ist und ich glaube, ich werde es heute Abend mal wieder mit Prosecco Aperol versuchen. Zumindest dreht sich dann endlich mal wieder alles (nur) um mich.
Doch, ich bin ja ein schrecklich positiv denkender Mensch und bin mir sicher, es wird sich auch hierfür eine Lösung finden und wenn ich dazu Alkohol brauchen sollte, dann muss ich das wohl so hinnehmen.

I wanna go AIDA...

Oh Mann, ich fass' es einfach nicht.
Der Frühling ist wieder sonst wohin, ich wurde über Nacht zum Krüppel und mein Urlaub ist auch gecancelt. Mit einem Wort. Scheisse. Und was noch viel scheissiger ist, ist dass ich vielleicht auch noch einen großen Fehler gemacht habe?
Wie kam es zu alledem? Wo fange ich an...vielleicht hat sich die Sonne vor meinem neuen roten Mantel so erschreckt, dass der Himmel weinen musste und so die Kälte wieder zurückkam? Man weiß es nicht, jedenfalls habe ich mich von der Vorstellung Rock + offene Schuhe bereits wieder verabschiedet, denn wenigstens hätte ich solche Kleidung auf den schönen und warmen Kanaren tragen können, durch die ich mit der AIDA gecruised wäre, aber nein, zu lange gewartet, gezockt und verloren. Der Preis war einfach zu hoch und so steht mein Urlaub in den Sternen.
Nächster Punkt- eine ungeschickte Bewegung und zweimal niesen bedeuteten für mich...völlige Bewegungseinschränkung. Ich kann mich nicht mehr bücken, drehen, gehen, stehen, und schon gar nicht lachen. Ich bin also ein Krüppel. Na toll. Komme mir echt schon behindert genug vor. Aber wie heißt es doch so schön..."wenn du denkst es kann nicht schlimmer werden, kommt es schlimmer".
Etwas läuft so ziemlich schief gerade, mal abgesehen von der Art wie ich gerade mich fortbewege, denn ich komme mir vor wie die S-Bahn zwischen Ostbahnhof und Hauptbahnhof in München- bestellt und nicht abgeholt. Werde ich zur Zeit verarscht? Ich bin mir nicht sicher, aber es scheint, als würden manche Menschen von jetzt auf nachher vollkommen ihre Persönlichkeit verändern. Von wunderschön und bezaubernd zu "wer bist du denn?". Da mir das langsam zu anstrengend wird, dachte ich, ich müsste mich anderweitig umschauen, einfach nur, um selbst abgelenkt zu sein und nach vorne schauen zu können. Doch ich habe so ein ungutes Gefühl. Treffe ich dabei etwa auf die Person, die mich an der Nase herumführt? Und vor allem, was hat das alles zu bedeuten? Ich bin tatsächlich schwer verwirrt und nun bekomme ich auch noch einen Strafzettel für falsch parken- das wundert mich nicht, denn diesen (Denk-)zettel habe ich bereits für mein Dasein bekommen.
Äh sorry Frau W.- sie befinden sich in einer Einbahnstraße und zudem ist das hier absolutes Park-und Halteverbot.
Ich sollte wirklich schauen, dass ich schnell auf die Autobahn komme und schleunigst vorwärts komme. Doch bevor es soweit ist, werde ich einen neuen Urlaub buchen, aber nicht auf die Kanaren! I wanna go AIDA...mein krüppeliger Körper und mein gestörter Verstand!

Donnerstag, 6. März 2008

Prosecco Aperol

Endlich wieder Mittwoch! Was Mittwoch bedeutet wissen wir doch alle. Naja, zumindest alle Lifestyle orientierten Mädels in Deutschland wissen es: DH, GA & PP oder auch Desperate Housewives, Grey's Anatomy und Private Practice. Mittwoch Abend bedeutet für viele ein schicker Mädelsabend mit viel Prosecco und viel lachen und von Mc Dreamy träumen. Doch solch ein Abend führt in München auch gerne mal zu einem Aperol-Ausrutscher. Da ich ja nun bei einem großen Fernsehunternehmen angestellt bin, so habe ich auch manchmal die Möglichkeit auf spezielle Events zu gehen, naja, das wäre übertrieben, so wichtig bin ich dann auch nicht, aber es reicht zu einem Grey's Anatomy Abend powered by P7 im stylischen P1 in der Prinzregentenstraße in München.
Natürlich habe ich sofort meine Freundin angerufen und einen schicki-micki-McDreamy Abend mit Prosecco Aperol arrangiert. Es ergab sich, dass sich noch einige mehr anschlossen und wir marschierten ins doch erstaunlich leere P1. Die Atmosphäre schien der eines überdimensional großen Wohnzimmers zu gleichen, nur mit dem Unterschied, dass ich keine Bar drin habe und schon gar keine Bar, auf der Hunderte von Prosecco Aperols in Martinigläsern stehen. Natürlich haben wir bereits beim Platz aufsuchen einen getrunken und bereits vor der ersten Werbung auch locker 2 oder 3 Gläschen gezogen, da es einfach so leer war, das erzeugte eine gewisse Leere in mir und so musste ich dies mit Aperol füllen, denn eigentlich war es deutlich mehr hiervon als von Prosecco.
Die Stimmung war für die die geringe Zuschaueranzahl trotzdem ganz gut und gemütlich und weil so wenige da waren, konnte man sich einen Aperol Prosecco (ich bezeichne es nun absichtlich in dieser Wortfolge) am anderen gratis nehmen. Und das tat ich. Und noch einer, und noch einer.
Irgendwann ging ich raus um zu rauchen und da begann die Wirkung einzusetzen. Ich hatte 7 oder 8 ca. von diesen Martinigläsern (randvoll) gekippt und ich begann innerlich zu schwanken. Nach sinnlosen Gesprächen mit Schotten, denen ich beweisen wollte, wie toll britisch ich doch sprechen kann (was mir zu diesem Zeitpunkt schon nicht mehr gelang)- leider rutschten mir immer mal wieder türkische Begriffe unter "oh it is so great hülüm hiiiiieeeer, I really like England- it is so wöööllöönffuhhhul, güllülm"entschied ich wieder reinzugehen. denn es war so umheimlich anstrengend!
Ich entschied mich relativ schnell mal aufs Klo zu verschwinden, als ich beim Tanzen nicht mehr merkte, wer sich mehr im Kreis bewegte, meine Beine oder die Tanzfläche.
Als ich auf der Toilette dann in den Spiegel schaute konnte ich nicht mehr ganz erkennen, ob mein Lidstrich an der richtigen Stelle saß, denn er war vielfach um meine Augen herum vorhanden und plötzlich wippte der Raum auf und ab. Ich setzte mich auf das Sofa im Raum und musste mich erholen. Ich schwächelte. Meine Freundin machte sich auch gleich Sorgen und kam herein und natürlich meinte ich nur, dass ich mich kurz ausruhen wollte und alles in Ordnung sei. So zog sie mich wieder auf die Tanzfläche. Doch ich wurde von meinem Rumgetanze seekrank und entschied, dass es Zeit für mich war zu gehen, musste ja am nächsten Tag arbeiten, das ist immer eine gute Idee, wenn es bereits 1.30 Uhr ist.
Ich meinte nur, dass ich jetzt ginge, worauf Jassi meinte, dass sie doch mitkommen würde.
Ich hielt die Fahrt durch und zuhause angekommen, musste ich zweimal das Treppenhauslicht wieder anschalten, weil ich ungefähr in der Geschwindigkeit einer Blattlaus die Treppen empor stieg. In der Wohnung angekommen, bemühte ich mich sehr, leise zu trampeln, denn ich hatte meine Stiefel mit Absatz einfach nicht mehr unter Kontrolle. Mein Mitbewohner schlief sicherlich tief und fest. Ich schaffte es gerade noch, mich umzuziehen und fiel dann bei Festtagsbeleuchtung ins Bett. Mann war mir schlecht und alles drehte sich. Was sollte ich nur tun. Übergeben kam nicht in Frage, ich konnte ja nicht mehr laufen. DVD Player ein, eine Schnulze war drin, super. Sonntagsfilm. Das sollte mich ablenken. Und tatsächlich schlief ich irgendwann ein. 7.29. Ich wachte auf. Mist. Ich musste sofort aufstehen, wenn ich ins Geschäft wollte. Wollte! Musste! Ich brauchte über eine Stunde im Bad, es war alles so anstrengend und schwerfällig. Mir ging es nicht so gut. Aber meine Schminke war noch on top. Ich hätte grad wieder lostingeln können, rein optisch, physisch allerdings ein Ding der Unmöglichkeit. Ich war tot und ich weiß eines, nie wieder Aperol! Aber ins P1 gehe ich ganz bestimmt wieder und mein Serien-Mittwoch findet ab jetzt zuhause statt und zwar mit Cola-Light und bei Staffelende vielleicht auch mal wieder ein Prosecco- aber gewiss ohne das tödliche Rote!
Denn es ist so schlimm, dass ich fast nicht mehr im Mini meiner Schwester mitfahren kann, denn er ist Aperol farben.