Freitag, 30. Mai 2008

Saharawinde über München

Seit diesem besagten Freitag, an dem ich grinsend in meinem Büro gesessen bin, ist mal wieder einige Zeit ins Land gestrichen. Wir schreiben exakt drei Wochen später. Es ist heiß. Man fühlt sich seit Tagen wie in der Wüste und natürlich muss ich dabei arbeiten anstatt in einem der schönen Seen um München baden zu gehen.
Gehen wir 21 Tage zurück. Geburtstagsparty in der Heimat- nicht meine. Nach dem Geschehenen konnte ich mich wirklich als sehr happy bezeichnen und das Wochenende war schön und warm und sonnig und überhaupt. Als ich dann auch noch eine Nachricht bekam, die nichts als Gutes aussagte (fast far eine Premiere), da kam ich mir vor wie in einem Traum- aber wir wissen ja, Traum und Alptraum liegen sich so nah wie Pommes und Ketchup.
Als mir dann ein Stück Füllung herausbrach beschloss ich in der kommenden Woche den Zahnarzt aufzusuchen. Ein gravierender Fehler. Bis heute erkennt man den Unterschied nicht zwischen meinem Zahn und einem angekauten Airwaves Kaugummi und das nach 1,5 Std absoluter Folter auf dem Zahnarztstuhl. Das machte mir doch ein wenig Angst, vor allem, weil ich nun wirklich Zahnweh hatte und auf der einen Seite nicht einmal mehr Astronautennahrung essen konnte. Dazu kam, dass ich unglaublichen Stress hatte und ich war wirklich geknickt und ein wenig sensibel und empfindlich an diesem Abend.
Zuhause machte ich mir eine Suppe- die konnte man wenigstens trinken und mein Mitbewohner kümmerte sich rührend um mich, in dem er mir einen Wodka-Cocktail mixte, was ich super fand. Außerdem war ein nettes Telefonat und ein am nächsten Tag darauffolgendes Treffen eine wirklich schöne Ablenkung und das brachte den Ausgleich für mich.
Der Freitag selbst war ok und auch das Treffen war ok, aber es hatte nichts mehr mit dem von einer Woche zuvor zu tun, was mich ein wenig erschreckte, aber mich noch nicht aus irgendwelchen Bahnen warf.
Samstag: DSDS Finale, Party und viel zu viel Prosecco. Gott sei Dank konnte ich zur Party laufen, auch wenn man den Rückweg nicht mal mehr annähernd als laufen ansehen kann. Außerdem, ich wurde nach Italien eingeladen in eine Privatvilla- aber mal ehrlich- als würde ich das machen. Abgehakt. Da lag ich also nachts, betrunken und im Kreise drehend im Bett und fand es gar nicht so schlimm. Am nächsten Tag ging es mir gut. Wow, das ist auch eine Seltenheit, aber ohne Aperol ist das auch kein Problem. Und der Tag ging auch ganz nett zuende.
Doch darauf folgte natürlich wieder eine stressige und leider auch kontaktlose Woche und zudem machte mir mein Zahn immer mehr zu schaffen. Mit dem Airwaves wäre es eventuell besser ausgegangen. Ich muss zu meinem Zahnarzt- dem Zahnarzt meines Vertrauens. Ab in die Heimat. Was ein schönes Wochenende- Aber es fehlte was. Gott sei Dank hatte ich meine lieben Freunde, das war so witzig und Ablenkung pur. Mein Rachenklempner gab Montags (ich hatte Urlaub) auch sein bestes und somit war wenigstens dieses Übel überwunden. Wieder in MUC- ich liebe die Stadt, der See, mein Babybalkon, mein Prosecco und alles drum herum. Die letzten Tag waren so dermaßen heiß und schwül, dass man kaum mehr atmen konnte. Dieses Woche ist sowas von Funkstille und ich habe keine Ahnung wieso schon wieder. Ich weiß nur eines- das wird sich nie und never ändern und somit muss endlich ich etwas ändern.
Doch nun ist erst mal Sex and the City angesagt und ein weiteres Jahr geht vorüber...

Freitag, 9. Mai 2008

Aufschwung oder Niedergang?

Die Sonne scheint. Ich arbeite. Wie immer eigentlich. Aber es ist Freitag und ich sitze im sommerlichen, weißen Rock und T-Shirt an meinem Schreibtisch und bin völlig entspannt. Die letzten Tage waren unendlich stressig. Ich musste jeden Abend Prosecco trinken. Einmal habe ich sogar ein Bier getrunken. Ich mag Bier nicht so gerne. Aber ich bin ja Münchnerin. Wie lange noch? Mmmh, eventuell noch ziemlich lange. Beginnen wir von vorne. Am letzten Freitag, ich bin gerade zurück in die Heimat gefahren, konnte ich feststellen, dass ich die beste Freundin der Welt habe. Da habe ich gemerkt- wow, jemand möchte wirklich, dass es mir gut geht und es ging mir beschissen und es war eine recht tränenreiche Nacht . Doch das war wichtig. Durch die Strapazen, die sich im letzten halben Jahr aufgrund meines Privatlebens ereignet haben, konnte ich viel lernen und erkennen und letzten Endes hat es sein Positives. Das Wochenende wurde besser. Ich konnte es verdrängen. Doch mir war nicht bewusst, wie schwer diese Phase ist. Sehnsucht. Wenn einem etwas fehlt. Jemand. Das ändert sich nicht so schnell. So strukturierte ich am Montag meinen Balkon um- kann ich nur jedem empfehlen. Ein paar Blumen, ein paar Kräuter, eine Kerze und ein Prosecco mit einem Zigarettchen. Nun gut, so besserte sich langsam die Woche. Ich war super gestresst und am Mittwoch dann setzte ich mich einsam an einen See und las auf meinem schicken WeLove Handtuch, schaute in den Sonnenuntergang (es war schon fast 20 Uhr) und beobachtete die Schwäne. Fast schon besinnlich, oder? Romantikerin? Ja, manchmal, aber nicht übertrieben. Abends dann die Nachricht schlechthin. Danke, Sister! Das könnte Gutes für meine Zukunft bedeuten. Und es war auch der Tag, an dem ich morgens das erste Zeichen nach 2 1/2 Wochen hörte. Leider natürlich nicht ohne Nachhelfen, aber besser als nichts. Gestern dann: After Work. Ich: Schörlchen, Bierchen. Und um solche Uhrzeiten ohne Essen geht das bei mir schnell, dass ich ein wenig "locker" werde. Lange Rede, kurzer Sinn. SMS, 120 Zeichen, versendet. Versendet. Ohn nein, ich hatte es getan. 2 Wochen hatte ich mich so gut unter Kontrolle. Fragte nach wegen P1. Und ich hatte eine Begleitung und leider war es um diese Uhrzeit einfach viel zu voll. Locationwechsel Pacha. Bisschen reden, lachen, tanzen und Proseccö und es war ganz nett. Und danach: bei mir. Oh je. Ich hatte es wieder getan. Warum nur kann ich nicht wiederstehen. Weil es so unglaublich schön ist oder wie meine Sister es sagt "weil es Liebe ist". Ich weiß es nicht und ich will es nicht, aber ich kann nicht anders und wenn man mich heute anschaut, dann weiß man, dass der gestrige Tag und die gestrige Nacht sehr viel zu dem Strahlen in meinem Gesicht beigetragen haben. Ich will das immer haben!!! Trotzdem, die Sonne scheint, in München, in Pforzheim und in meinem Herzen und wieder einmal kann ich sagen, ich liebe meine Wahlstadt München über alles. Was sie schon alles verändert hat in so kurzer Zeit ist immens. Ich bin gespannt, was hier noch so alles passieren kann und ob das gestern nun ein neuer Aufschwung bedeutet oder der absolute Niedergang, das werde ich irgendwann erfahren. Nicht heute. Nicht morgen, aber bestimmt irgendwann.