Montag, 17. November 2008

Never give up- not yet

Es ist Mitte November. Und es ist schon zwei Monate her, seit ich zum letzten Mal über München geschrieben habe.

Der Winter naht, inklusive Weihnachten. Ich hasse Weihnachten. Es ist jedes Jahr dasselbe, kommerziell und die Streits bleiben hinter verschlossenen Türen. Nach außen scheint immer alles so friedselig und als wäre ein jeder so unwahrscheinlich glücklich.

Das Schlimme daran ist, man glaubt es, jedes Jahr auf's Neue und man fragt sich in jedem Jahr, wieso ist das bei mir nicht auch so?

Deshalb werde ich in diesem Jahr über die Feiertage verreisen, weg, weg von alledem und trotzdem werde ich dem Ganzen nicht entkommen können, so wie in keinem Jahr, dabei ist es eigentlich doch eine schöne Zeit. Für mich eigentlich nur, weil es Lebkuchen gibt und ich diese kiloweise in mich hineinstopfe, ohne auch nur ein Gramm davon zuzunehmen. Was ein bemerkenswerter Vorteil. In meinem Leben bringt er mich allerdings nicht voran.

Ich kann behaupten, dass ich seit Wochen nichts anderes tue, als für meine Lieblingsstadt zu kämpfen, denn ich möchte nicht fort.

Ich habe mich mit X getroffen und Y noch einmal die Meinung gesagt. Beides hat nicht sonderlich geholfen, doch es stimmt, dass die Zeit alle Wunden heilt, aber manchmal dauert es auch einfach länger. Oder liegt das auch an der anderen Situation, der in der ich derzeitig einfach keinen Erfolg erziele und das mit vielen Qualifikationen? Oder liegt es daran, dass Freunde heiraten und Kinder kriegen und ich diesen Schritt niemals gehen kann?

2008 ist ein anstrengendes Jahr. Ein schwieriges Jahr und ein Jahr, das mich nicht weiter gebracht hat. Ich frage mich, ob 2009 besser werden wird und was ich dafür tun kann oder tun muss? Hätte ich diese Wahrsagerin mir aus der Hand lesen lassen sollen,um mehr über meine Zukunft zu erfahren? Die, die mir gesagt hat, dass zwei Männer in mich verliebt sind, was mich null tangiert oder die, die mir gesagt hat, wieviel Sorgen ich zur Zeit habe?

Das Gute an meiner jetzigen Situation ist, dass es fast nur noch besser werden kann und wenn nicht, dann ist der Fall wenigstens nicht mehr so tief. Denn wenn man fast alles verloren hat, dann hat man auch nicht mehr so viel zu verlieren und eines weiß ich sicher, München will ich nicht auch noch verlieren und deshalb werde ich weiterhin meinen Arsch hochkriegen, um das zu retten, was zu retten ist. X gehört aber ganz sicher nicht mehr dazu und Y schon gleich gar nicht. Aber vielleicht wartet ja Z da draußen auf mich???
Auf jeden Fall kann es ja wohl nicht angehen, wie dermaßen melodramatsisch ich hier rumschreibe und das, obwohl ich in MUC lebe. Das ist doch nicht möglich!!! Jetzt reicht es, denn das bin ich nicht und so schnell kann man doch wohl nicht aufgeben...

MUC-Tipp: Gib diese Stadt nicht so schnell auf und geh' shoppen in der Hohenzollernstraße...

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