Mittwoch, 3. April 2013

Der Frühling fällt aus.

Es ist bereits April 2013. Ostern hatte es Schnee und an Weihnachten 17 Grad. Wie schön, dass die Welt mehr als verkehrt ist, so wie auch die Leute.
Ich dreh noch ab. Ich bin so genervt. Ich will endlich Frühling. Keine Blüte draußen, keine Knospe, dafür einkalt und Schnee und das soll noch die nächsten 10-14 Tage so bleiben. Schlechte Laune? Eine reine Untertreibung. Kurz vor einem Nervenzusammenbruch trifft es eher. Aber es ist so viel Zeit vergangen, seit ich erzählt habe, was hier alles los ist. Mit M. bin ich noch zusammen und sehr glücklich. Über 3,5 Jahre sind es jetzt, ist das zu fassen? Natürlich ist es nicht mehr wie am Anfang oder bei einem ersten Date, aber es ist gut und ich bin glücklich.
Im Job hingegen ist es nur so lala. Im letzten Jahr bekamen wir eine neue Chefin, Furzi, oder Cruella de Ville oder was auch immer, Dummarschsauloch auf jeden Fall. Schwarze Haare, grüne Schlangenaugen und Lippen, die so schmal sind, es könnten auch zwei Nadeln sein. Ein forscher Riechkolben und die Bösartigkeit von weitem ersichtlich. Abschätzend hab ich sie bei der ersten Begegnung angeschaut. Warum? Ich habe nach einem Funken Freundlichkeit gesucht, konnte aber nichts dergleichen entdecken. Seither hat sich alles verändert, sie wollte alles verändern. Und plötzlich hatte ich Probleme im Job. Nach meinem Urlaub im September in Californien (mein 3. Mal, es war einfach super schön und Carla habe ich auch wiedergetroffen) ging es so richtig los. Die Anschuldigungen waren groß, ab zum Chef, ich dachte, ich bin im falschen Film. Mir wurde mein Titel entzogen, Kohle gekürzt und hatte erkennen müssen, was Weiber, Scheisshaufen-Weiber alles anrichten können. Sie vernichten. Dabei ist dies kein 007-Film oder Horror-Thriller. Aber das wahre Leben ist manchmal gemeiner als jede Fiktion.
Nun suche ich. Ich suche, wie immer. Ich suche nach Wärme, nach Sonne und nach einem neuen Job. Doch alles drei lässt auf sich warten. Ich bin ungeduldig. Es geht mir auch nicht gut. Ständig geht es mir nicht gut. Seit 2 Jahren immer wieder. Ich bin genervt, ungeduldig, ich warte, wann es Frühling wird, wann es mir besser geht, wann ich endlich geschätzt werde. Und das alles, obwohl ich ein richtig gutes Privatleben habe. Was wäre, wenn ich dieses nicht hätte? Wo wäre ich dann in dieser Winterdepression?
Normal hat ein Mensch Angst davor, den Job zu verlieren, bei uns ist es die Angst, übrig zu bleiben. Ironie? Nein, aber man könnte es meinen. Ebenso wie mit dem Frühling.
Und ich warte....

MUC-Tipp: Stuhl holen, drauf sitzen und weiter warten.