Montag, 2. Dezember 2013
Veränderungen...
Mittlerweile ist schon der 2. Dezember und das Jahr geht so langsam zuende. Gott sei Dank. 2013 war wirklich durch und durch anstrengend und ich glaube der wohl ätzendste Sommer meines Lebens.
Ist es eigentlich zu glauben, dass man nicht merkt, dass man überhaupt nicht glücklich ist? Dass man sich vielleicht etwas vorgemacht hat? Dass man anders sein möchte, als man ist. Dass man liebt, obwohl man es nicht tut? Fragen über Fragen... in meiner Therapie lerne ich jede Woche Neues über mich und ständig verändert sich dadurch etwas und es ist toll. So habe ich mich noch nie mit mir auseinander gesetzt.
Ich bin unheimlich gerne dort und ich bin froh, dass es sich bemerkbar macht, es hilft mir einfach und es geht mir viel besser. Ich unternehme wieder mehr und das macht einen riesigen Spaß.
Die größte Veränderung ist mit Sicherheit, dass ich mich von M. getrennt habe, denn genau hierüber habe ich nachgedacht. Sollte das alles gewesen sein? Immer wieder diese Gedanken. Und plötzlich nur noch diese Gedanken. Ich will mehr. Ich möchte Anziehung. Eine Beziehung völlig ohne Anziehung? Das kann es doch nicht sein. Wieso habe ich das so lange gar nicht bemerkt? Und vor allem, wie lange habe ich das nicht bemerkt? Hätte ich es viel früher sehen müssen? Habe ich mich selbst verloren? Auf der Suche nach Glück einfach verloren? Das ist traurig. Wie viel Zeit habe ich verloren? Dabei war doch immer alles gut. Es war schön. Aber Anziehung. Diese gab es schon lange nicht mehr. Einfach mal wieder daten. Glücksgefühle. Aufgeregt sein. Alles wichtiger als Beständigkeit? Anscheinend. Unzufriedenheit? Definitiv.
Aber dieser leltzte Schritt, dieser ist so schwer. Wie sagt man sowas? Wie macht man das? In dieser Situtation war ich noch nie gewesen. Verletzen? Auf jeden Fall, aber wie geht es, dass man es trotzdem macht?
Der Abend kam. Den ganzen Tag über war ich nicht ich selbst. Der 19. Oktober 2013 bedeutete das AUS.
Ich hatte es gesagt. Ich hatte mich getrennt. Unter vielen, vielen Tränen. Es musste sein.
Die Erleichterung blieb aus. Vier Jahre. Das ist eine lange Zeit.
War es die richtige Entscheidung?
Am folgenden Tag ging ich in Zeitlupe durch die Sonne im Olympiapark, wie in Trance. Ich war fassungslos. Ich war wieder alleine. Es fühlte sich so schrecklich leer an.
Doch montags dann im Laufe des Tages wusste ich so langsam, es war trotzdem richtig. Und mit der Zeit kam die Erleichterung dann doch. Und ich wusste, ich war frei und das stimmte mich glücklich. Ich fand zu mir zurück und gleichzeitig zu meinem neuen Ich.
Und jetzt, einige Wochen später, wünsche ich mir nichts sehnlicher als zu daten. Als das Aufregende neu zu erleben. Findet sich irgendwo dieses süße Date?
Und noch was muss an dieser Stelle erwähnt werden. Ich habe so unglaublich tolle Freunde. Egal ob ich nachts verheult anrufe, egal ob ich von der Leiter stürze, egal ob ich von meinen Gewissenskonflikten erzähle. Sie sind alle da. Für mich. Einfach so. Sie hören mir zu, sie nehmen mich, wie ich bin, sie kommen vorbei, sie kümmern sich um mich. Es ist unfassbar, das ist Glück! Bedingungslos. Besonders. Hoffentlich für immer.
Ich liebe Euch.
Und meine Herz schlägt höher, wenn ich durch die Straßen meiner Wahlheimat und Lieblingsstadt gehe. MUNICH MY LOVE! Hier wird noch viel passieren und ich freue mich darauf. :-*
MUC-TIPP: Einfach treiben lassen...
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