Montag, 24. Februar 2014

Verpflichtungen, Erwartungen, Egoismus...

Heute ist der 24. Februar 2014, die Sonne scheint und wir haben 10 Grad. Eigentlich haben wir schon seit drei Wochen Frühling. Von Winter kann keine Rede sein und mittlerweile habe ich auch keine Lust mehr darauf, wobei ich sagen muss, einmal richtig Schnee wäre doch ganz schön gewesen. Mal wieder ist viel geschehen. Ein Projekt jagt das nächste in meinem Leben. Ein ganz großes war mein Auto. Und ich habe ihn. Am 8. Februar habe ich den kleinen Muxi in Düsseldorf abgeholt. Ach, was ein besondere Tag. Meine neue Liebe. :-) Nach meinem Hessentrip hatte ich ein weiteres Date. Mit Tascha in Schwabing. Tolle Figur, Gesicht ok, Gequatsche einschläfernd. Ehrlich, ich kann mich nicht entsinnen, wann ich bei einem Date mal fast eingeschlafen wäre. Es war furchtbar. Ich musste eine rauchen gehen, um mich wach zu halten. Das ist unfassbar. Gibt es in diesem München keine süße Frau für mich? Anscheinend nicht. Deshalb habe ich auch jemanden aus Aschaffenburg kennengelernt. Hot, hot, hot. So dermaßen hot. Und intelligent und flirty. Aber das geplante Treffen hat nie stattgefunden. Warum sind die eigentlich alle so? Ich kann das nicht verstehen. Und es nervt mich tierisch. Ich fühle mich CUV :-) Oder vielmehr CUK :-)) Zur Zeit ist alles ein bisschen aufgewühlt. Ich verändere mich von Tag zu Tag, denn ich versuche ich zu sein. Und wann bin ich ich? Ich weiß es, aber ich weiß nicht so richtig, wie ich das alles umsetzen kann. Auf diesem Weg scheitern so einige Dinge. Den Erwartungen der anderen gerecht zu werden ist eine Lebensaufgabe, die einen selbst vergessen lässt. Ist es das, immer allen alles recht zu machen? Ist es das, was das Leben ausmacht? Sich ständig in Verpflichtungen aufzuhängen? Oder gilt, was man selbst als richtig erachtet? Für andere ist dies stets Egoismus. Und für einen selbst Befreeiung. Eine Gradwanderung zwischen Verpflichtungen, Erwartungen erfüllen und Egoismus. Sie entscheidet darüber, wie befreit und unbeschwert man selbst ist. Wenn man sich selbst ist, dann muss man wohl oder übel damit rechnen, dass sich so manch einer zurückgewiesen oder auf die Füße getreten fühlt. Und genau hier liegt mein Problem. Ich kann diese Gradwanderung noch nicht. Wenn ich mich also verpflichtet fühle, geht es mir schlecht, versuche ich diese aufzulösen, geht es mir schlecht, weil ich ein schlechtes Gewissen habe. Das sind nun vielleicht Schubladenausdrücke, aber noch im Januar war ich im Reisefieber. Meine J. besuchen. Das war die schönste Idee seit überhaupt. Und sie hat mir geholfen, über den Verlust hinwegzukommen bzw. damit zu leben. Denn sie fehlt mir. Aber ich kann nicht nach Bali, ich kann es einfach nicht und das hat einige Gründe. Die letzten Wochen stand ich zwischen der Entscheidung ja und nein. Wie ein Berg stand es vor mir und ich konnte nicht drüber. Einfach nur schlimm und mein schlechtes Gewissen meiner J. gegenüber hat mich einfach aufgefressen. Aber bin es nicht ich, die sich sooo viele Gedanken macht. Sind die anderen nicht viel verständnisvoller als man denkt. Eines weiß ich, ich gehe nicht nach Bali, weil ich J. nicht sehen will, das ist es mit Sicherheit nicht, im Gegenteil. J. Du fehlst mir. Nach wie vor. Sei mir nicht böse! MUC-Tipp: Sonne im Olympiapark...

1 Kommentar:

J. hat gesagt…

Meine Liebe,

erst jetzt sehe ich diesen Eintrag. Und ich weiß genau, wie du dich fühlst. Auch mich haben diese Gedanken ewig beschäftigt.

Verpflichtungen anderen gegenüber, sich so sehr aufopfern und selbst vergessen, dass man einfach nur noch ausgebrannt ist... Es immer allen Recht machen zu wollen ist schwer und unnötig. Der einzige Mensch, dem du es Recht machen musst, das bist du selber. Du musst dich selbst am meisten lieben. Liebe dich immer mindestens genau so sehr, wie dich deine Familie und Freunde lieben. Natürlich gehört etwas Egoismus dazu, und das ist auch gut so. Man muss auch mal "Nein" sagen können. Und man muss nicht alles begründen müssen. Die Hauptsache ist, dass du dich wohl fühlst und dich nicht für andere verbiegst. Denn sonst bist du gar nicht die Heike, die wir lieben, sondern nur jemand, den wir uns formen können.

Du lernst momentan so viel und du arbeitest so hart an dir. Bitte sei stolz auf dich anstatt zu zweifeln. Es heißt nicht umsonst "an sich arbeiten". Natürlich ist das anstrengend und es kostet Nerven. Aber du wirst sehen, dass es dir immer besser geht.

Liebe dich selbst am allermeisten, vergiss das nie. Und: Liebe ist das einzige, das wächst, wenn man es teilt. Egal wie sehr du dich selbst liebst - es wird immer noch genug Liebe für andere da sein.

Ich bin so stolz auf dich, dass du deinen Weg gehst.

Und auch wenn ich dich unheimlich vermisse - ich weiß, dass du auf dich selbst achten musst und diese Entscheidung so treffen musstest. Ich könnte nie enttäuscht oder sauer sein! Das wäre ich nur, wenn du aus Pflichtgefühl dennoch diese Reise antreten würdest.

Vielleicht kommt irgendwann die Zeit für diese Reise. Und wenn nicht, dann bist du trotzdem dabei, denn ich trage dich in meinem Herzen.

Pass gut auf dich auf, hör auf, an dir zu zweifeln und liebe dich selbst, dann kannst du dein Leben noch mehr genießen.

In Liebe,
deine J.