Montag, 5. Januar 2015
Wäre das Leben einfach, so wäre es sicher nicht meins...
Es ist Sonntag, der 4. Januar 2015 - unfassbarer Weise ist es also schon 2015. Vor einem halben Jahr habe ich nicht an 2015 gedacht und wenn dann nur mit dem Aspekt, dass alles besser ist oder anders. Anders ist es auf jeden Fall. Immerhin nicht stehen geblieben. Doch wo fange ich an? Und wo hört bei mir eigentlich etwas auf. Ist nicht mein Leitsatz "Was einmal anfängt hört auch auf"? Sicher, aber das beschreibt vielleicht einen Flug oder ein scheiß Meeting oder die Hochzeit von irgendjemanden wo man nicht sein will, auf jeden Fall nicht mein Leben. Wieso auch, es soll auch weitergehen. Manchmal sitze ich da und freue mich auf die Zukunft, aber ohne etwas Bestimmtes. Also ohne das Haus mit Zaun, die Hochzeit oder die Beförderung. Einfach mit Nichtwissen, was kommt. Ist das nun positiv oder negativ? Ich weiß es nicht, weil ich nicht weiß, was ich eigentlich will, weder im Moment, noch im Leben generell. Da wären wir aber erstmal beim Moment. Ich weiß mal wieder gar nichts. Über 6 Monate habe ich nichts geschrieben.
Zuerst einmal ein kleiner Rückblick, ich wurde Ende Juli noch fristlos gekündigt, selbstverständlich grundlos und eigentlich wusste ich nicht, ob ich mich freuen sollte oder traurig sein. Es war jedenfalls unfassbar. Ich befinde mich seit diesem Zeitpunkt in einem Rechtsstreit und habe auf mittlerweile drei! Kündigungen auch drei Klagen eingereicht. Ich muss die Welt hierzu nicht verstehen oder doch? Man fragt sich manchmal, wieso Menschen so sein können, was das eigentlich soll? Aber ich weiß für mich, Schluss mit solchen Ungerechtigkeiten, ich lass es mir nicht mehr gefallen und ich nehme Ungerechtigkeiten nicht mehr an. Und so kämpfe ich, seit Monaten und noch bis ins Frühjahr hinein, aber das brauche ich, für meine innere Zufriedenheit. Klein bei zu geben ist für einen selbst nicht immer die bessere Lösung, sie ist einfacher und weniger anstrengend, aber man bleibt nicht bei sich, denn man nimmt etwas hin, das man eigentlich nicht hinnehmen möchte. Es heißt also abwägen, was ist wichtiger. Für mich definitiv mit erhobenem Haupt aus der Scheiße rausglotzen. Ich werde sie nicht schlucken!
Im August habe ich ein Date mit Ch. gehabt. Mein Gott, das perfekte Date würde ich behaupten. Und darauf folgen knapp 5 Monate einer echt liebevollen Beziehung. Und dann passiert genau das, was nicht passieren soll. Zweifel. Wieso denn eigentlich? Eingeredete Zweifel, weil die Familie anders denkt? Oder Zweifel, weil man andere Erwartungen hat. Einfach mal wieder nicht wissen, was man eigentlich will. Ich bin verwirrt und das macht es so schwer. Ein toller Mensch, toller Sex, Spaß, viel Herz, was wünsche ich mir denn mehr. Warum fällt es mir so schwer, die Beeinflussungen von außen zu ignorieren oder gar abzuweisen? Ist es mir so wichtig oder denke ich selbst etwa so? Ich weiß es einfach nicht, ich kann es jetzt nicht sagen. Ich werde auf jeden Fall nicht einfach so aufgeben, denn das bin ich nicht. Es ist fraglich, ob ich wirklich zufrieden sein kann. Suche ich nach innerlichem Stress? Ein neuer Job ist da und schwupp soll etwas anderes wieder schief laufen. Brauche ich Katastrophen? Kann ich vielleicht nicht ohne sie leben? Manchmal denke ich an die Zukunft, ich freue mich auf sie, aber da ist nichts Konkretes. Es ist leer. Ich freue mich einfach darauf. Freue mich also darauf, dass Dinge in z.B. sechs Monaten einfach anders sind, weiter, verändert?
Wie können Menschen eigentlich einfach dauerhaft zufrieden sein? Ich kann es nicht.
Auf in 2015. Ich bin gespannt auf Dich....
Abonnieren
Kommentare zum Post (Atom)
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen