Dienstag, 4. August 2015
Finally happy?!
Es ist mal wieder Montag. Heute ist der 3. August und es ist sowas von Sommer. Es nervt, dass ich schon wieder so lange nicht reingeschrieben habe, denn ehrlich, es passiert einfach immer zu viel. Wie bitte soll ich das immer aufholen? Ich kann halt aber auch nicht täglich in der Arbeit in diesen Blog schreiben :-) Privat??? Entschuldigung. Ich habe besseres zu tun als mich auch noch nach der Arbeit mit meinem Leben zu beschäftigen. Nein Spaß.
Also, folgendes hat sich in den letzten Wochen zugetragen.
Habe ich eigentlich mitgeteilt, dass mich C. mal sowas von am Arsch lecken kann? Ich habe seit dem letzten Treffen echt keine Lust mehr und im Übrigen haben wir Funkstille und das ist auch besser so.
Der 30. Juni. war alles in allem ein wahnsinnig erkenntnisreicher Tag. Zuerst dieses zynische Vorstellungsgespräch bei Sony Pictures Home Entertainment. Unfassbar. Niemals würde ich für diesen Laden arbeiten wollen. Dann abends C. und lässt sich von hinten bis vorne verwöhnen und danach, bevor sie sich auch nur in irgendeiner Form hätte revanchieren können, abgezischt.
Dieser Tag hat alles verändert. Ganz anders als erwartet, aber dennoch genau richtig. Back at work nach meinem langen nicht dort sein war viel besser als gedacht. Meine innere Einstellung war plötzlich frei von Angst und ich war lockerer und alle super lieb zu mir. Und plötzlich habe ich mich gut damit gefühlt. Wie cool bitte ist das denn? Ich dachte, ich muss dort sterben oder kündigen und plötzlich alles wieder gut? Da sieht man mal, wie man sich selbst blockieren kann. Nicht, dass man immer darauf Einfluss hätte, aber dass sich das Blatt so wendet, damit hatte ich mal gar nicht gerechnet.
Noch weniger habe ich damit gerechnet, was am 10. Juli passiert ist, außer, dass meine Ulli Geburtstag hatte. DAS alleine ist natürlich ein Ereignis. Doch abends bin ich noch nach Erlangen gefahren. Freitagabend. Zu S. Zu einem Fickdate? Oder zumindest zum Mario Kart spielen und sich mal kennenlernen. Am Tel haben wir uns immer gut verstanden, wieso also nicht face-to-face und wenn es gar nicht funkt, nicht mal für F*******, dann halt einfach zum Spaß.
Gott ich hatte so Bock mal wieder verrückt zu sein. Dass es so eine verrückte Nacht werden würde, darauf war ich innerlich nicht vorbereitet. Witzig, offen, Wein, Kippen, ein Joint, Mario Kart, Massage und die ganze Nacht Sex. Und was für Sex. Hui. Ununterbrochen. Es nahm kein Ende mehr. Und es war soooo gut. Der nächste Morgen. Ich war unfassbar zittrig. So sehr. Ich konnte nicht mehr. Fertig. Körperlich am Ende. Noch einmal ging dann doch. Dann musste ich fahren, sonst wäre ich vermutlich dort gestorben. Tod in Erlangen. Der neue fränggische Roman. Mmh. Klingt lahm. Aber der Titel würde den interessanten Inhalt gut verschleiern. Herrje, ich schweife schon wieder ab. Ich bin dann heim gefahren und ab diesem Moment haben wir ständig geschrieben oder telefoniert. Es fühlte sich sexy an. Warum nicht noch mehr Sexdates? Wie z.B. am Dienstag, als ich spontan um 20 vor 9 noch nach Erlangen gedüst bin? Und das nur um Sex zu haben. Die halbe Nacht. Um dann übermüdet in die Arbeit zu fahren? Oder um 23 Uhr am Donnerstag Besuch von S zu bekommen, weil der lang ersehnte Schwedenurlaub vor der Türe stand. Dieser Abend (das dritte Treffen) war plötzlich anders. Habe ich das eigentlich eingeleitet, indem ich gefragt habe, ob wir noch Wein am Balkon trinken wollen. Das hat sich plötzlich so gut angefühlt, außerhalb von Sex. (Anmerkung nebenbei, das hatten wir natürlich auch, das können wir nämlich ganz gut :-) ). Irgendwann hat S. zu mir gesagt, dass sie mich gern hat. Und ja, ich hatte sie auch gern. Und es war schön, mit ihr am Balkon zu sitzen, zu reden und lachen.
Tja, ab dann hatten wir noch mehr Kontakt. Irgendwas war geschehen. Samstags flogen wir drei Mädels in unseren Schwedenurlaub. Sverige. Yeah. Freu. Mega. Super. Gott, ich habe mich so auf diesen Urlaub gefreut. Und das zu recht. Es ist so unheimlich schön in Smaland. Diese Ruhe, diese Weite, die Wolken sind näher, die Landschaft, ein Traum. Allerdings hätten wir wirklich ein paar Grad mehr gebrauchen können, denn von Sommer konnte nun wirklich keine Rede sein. Eher sowas wie Oktober. Dennoch: mehr Erholung geht eigentlich gar nicht. Und Göteborg ist eine wirklich tolle Stadt. Genauso, wie ich Städte mag. Offen, hell, sauber, am Fluß, am Meer, groß und doch nicht überfüllt. Das wird sicherlich nicht mein letzter Besuch gewesen sein.
Mit S. habe ich jeden Tag geschrieben und jeden Tag telefoniert. Gott, es war so richtig. Ich habe sie wirklich vermisst. Und dann schreibt sie irgendwann auch noch, dass sie mich gerne vom Flughafen abholen würde. Wie lieb bitte ist das denn? Ich konnte es gar nicht so richtig glauben. Und plötzlich gar nicht mehr erwarten, sie wiederzusehen. Dann war der Samstag unserer Rückkehr da. Es ist so schön, wenn man sich auf etwas nach dem Urlaub freuen kann, das den Urlaub sogar noch toppt. Da stand sie. Ich wollte sie einfach nur küssen. Ich war einfach glücklich. Und sie hat mir echten kanadischen Ahornsirup mitgebracht uuuuuuuund Zimtschnecken gebacken. Sie hat mir gebacken, was ich so gerne esse. Ist das eigentlich zu fassen? Sowas bin ich mal gar nicht gewohnt. Jeder Moment mit ihr ist einfach schön und es fühlt sich so richtig an. Und jetzt kommt es: ich war am WE wieder in Erlangen. Und wir saßen die halbe Nacht am Fenster und es war Magic. Es hat sich nach Magic angefühlt. Ich kann es nicht glauben. Noch immer nicht. Jeder Kuss hat gekribbelt. Und wir haben uns gesagt, dass wir uns ineinander verliebt haben oder dabei sind, dies zu tun. Und ja, ich habe wieder eine Freundin. Eine Freundin, die Motorrad fährt, die intelligent ist, super süß, sauwitzig, liebevoll....ach, das brauche ich ja nicht endlos fortführen. Es ist einfach nur toll und ich bin so glücklich und kann mir gerade nichts Schöneres vorstellen. Und das genieße ich jetzt auch.
Im Moment ist mein Leben erschreckend gut. Es ist geradezu beängstigend, wie innerlich ausgeglichen ich mich fühle. Bitte, das soll immer so bleiben :-)
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