Dienstag, 6. Oktober 2015

Demons

Es ist Dienstag, der 6 Oktober 2015 und das Wetter ist noch mild, aber bald ziehen dunkle Wolken auf. Aber nicht im Privaten. Es ist nur Petrus der Kack-Laune hat. Dennoch sind die dunklen Gestalten manchmal auch am privaten Horizont. Ich nenne sie Dämonen. Jeder hat sie. Manchmal verkriechen sie sich nach ganz weit hinten und wir können sie vergessen. Doch manchmal arbeiten sie sich ganz in den Vordergrund und wir fragen uns, wo kommt ihr denn so plötzlich her? Und was wollt ihr von mir? Verschwindet, aber schnell. Sie stehen für verschiedene Emotionen. Sie sind das Gewissen, sie sind Unsicherheit, sie sind Angst, sie sind Vertrauen und so vieles mehr. Doch: Stehen sie eigentlich nur für Schlechtes? Manchmal ist es gut zu wissen, dass da jemand ist, der Dinge hinterfragt. Unsere Dämonen. Ungünstig ist nur, dass sie meistens in den unmöglichsten Momenten auftauchen. z.B. waren S und ich zusammen auf Kurztrip durch Kroatien und Slowenien. Wie sehr hatten wir uns darauf gefreut. Doch dort angekommen, mussten wir feststellen, dass uns speziell Kroatien nicht ganz taugt. Das Wetter war nicht berauschend und wir haben uns unwohl gefühlt. Das wiederum führte dazu, dass das Körperliche nicht mehr so zum Vorschein kam, wie wir es kannten. Wir hatten einige Meinungsverschiedenheiten und schwupps, da sind sie auch schon, unsere Dämonen und wollen angreifen. Sie bringen uns zum Grübeln, Dinge in Frage zu stellen usw. Sie verwirren unsere Gefühlswelt. Aber man muss sich einfach nur seinen Dämonen stellen. Sie werden nie ganz verschwinden, sie können aber ganz klein werden und in den Hintergrund treten, wenn wir wissen, wie wir mit ihnen umgehen. Miteinander reden, wissen, dass es nur Ängste sind, die hinterfragenden Dämonen ebenfalls hinterfragen. So kann man lernen mit ihnen umzugehen und das Schöne tritt wieder in den Vordergrund. Wir brauchen unsere Dämonen, denn sie schützen uns auch. Doch unsere Dämonen können nicht immer unterscheiden und tauchen gefühlt auch mal im falschen Moment oder bei der falschen Person auf. Doch vielleicht ist das wichtig, damit wir uns nicht selbst verlieren. Für mich kann ich sagen, dass ich sie ernst nehme, sie mir anhöre, aber mich nicht durch sie verunsichern lasse. Über sie sprechen und Ängste nicht verstecken, das alles hilft. Und vielleicht auch viel mehr im Hier und Jetzt leben als all zu sehr über das nachzudenken, was irgendwann mal passieren könnte. Das heißt nicht, dass man seine Träume abschalten soll oder keine Gedanken an die Zukunft haben soll, sondern einfach, auch mal die Gegenwart so zu nehmen, wie sie ist. Hat man mal Streit, dann bedeutet das nicht das Ende. Und wenn man schöne Momente hat, dann sollte man sie genießen und nicht über ihre Lebensdauer nachdenken. S. und ich hatten deshalb ein wirklich wunderschönes Wochenende, wir waren in Pf und es war gut. Damit hatte ich nicht gerechnet, der badische Dämon hatte sich gemeldet, doch umso schöner war es. Und wir konnten uns genießen und das soll auch so bleiben.

1 Kommentar:

Anna hat gesagt…

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